In unseren Yogaeinheiten geben wir dem Körper die Möglichkeit, verschiedene Geburtspositionen auf der physischen Ebene zu lernen und zu erfahren. Durch Bewegung, Aufrichtung und Wechsel der Positionen bereiten wir den Körper darauf vor, unter der Geburt instinktiv jene Haltung zu finden, die gerade unterstützt.
Warum ist das wichtig, wenn es auf den ersten Blick so „gemütlich“ erscheint, während der Geburt einfach auf dem Rücken zu liegen?
Die Kraft der Schwerkraft
In einer aufrechten Position bewegt sich das Baby auf natürliche Weise nach unten. Das verkürzt die Pressphase und erleichtert dem Baby den Weg nach draußen.
Bessere Durchblutung des Kindes
Wenn eine Frau auf dem Rücken liegt, kann die Gebärmutter die untere Hohlvene abdrücken. Dadurch gelangt weniger Blut zum Herzen und die Sauerstoffversorgung des Babys wird reduziert. In einer vertikalen Position passiert das nicht.
Weniger Verletzungen und Schmerzen
In aufrechter Haltung öffnet sich das Becken um etwa 20–30 % weiter. Das senkt das Risiko für Dammrisse, den Einsatz von Zange oder einen Kaiserschnitt. Für das Baby bedeutet das weniger Druck auf Kopf und Nacken und ein geringeres Risiko für Geburtsverletzungen.
Die aktive Rolle der Frau
Du kannst dich bewegen, wiegen, knien oder in die Hocke gehen und so aktiv dabei helfen, dass das Baby optimal durch den Geburtskanal findet.
Vertikale Geburten sind ein natürlicherer und sichererer Weg – sowohl für dich als auch für das Kind.
Horizontale Geburten entstanden aus historischen Umständen und aus Bequemlichkeit für Ärzt:innen, nicht aus Rücksicht auf die Gesundheit von Mutter und Baby.
Foto: Cameorn Steele

